Ich

Unsere Wahlheimat liegt am Stettiner Haff Nähe Anklam. Mein Mann und ich, hatten uns im Jahr 2013 ein altes Häuschen mit großem Garten gekauft. Dieses richten wir uns für unser Rentnerdasein her. Darauf freuen wir uns. Wenn es soweit ist, werden wir mit unseren beiden Cockerspanieldackelmischlingen dort fest hinziehen. Noch pendeln wir von unserer Übergangswohnung am Bogensee immer hin und her.
Ich liebe die Natur und handarbeite gern.

Samstag, 25. Mai 2013

12tel Blick vom Mai



Der 12tel Blick im Mai


Bei Tabea gibt es weitere 12tel Blicke. 

Unschwer zu erkennen, alles wuchert. Nur das Unkraut pardon Wildkraut allerdings. Es macht sich doch bemerkbar wenn wir im Monat nur ein bis zwei Wochenenden da sein kann. Soviele Samstage musste mein Schatz arbeiten und dann drei Stunden Fahrt. Tja.
Doch etwas haben wir geschafft.

 



Sieht doch schon viel besser aus ohne dieses merkwürdige Gewächshaus. Vielleicht schaffen wir auch eines Tages diesen Wagen rauszubekommen. Rechts neben diesem Wagen ist eine kleine Rhododendronecke. Die habe ich noch ordentlich freigelegt. 



Den Vorteich haben wir geleert. Der wird zugeschüttet. Die Folien verwenden wir für den Schildkrötenteich. Ein Bild folgt wenn er richtig fertig ist. Mit der Sense mussten wir mähen. Mit Rasenmäher ist das zu risikoreich. Zuviele Steine die noch entfernt werden müssen.

Lasst es Euch gut gehen 
Eure lykka



Dienstag, 21. Mai 2013

Franzosenlinde

Diesen älteren Post verlinke ich heute bei Gishlana . Eine Sommergrippe hat mich erwischt, deshalb also einen älteren Beitrag.

Wie Ihr nun schon wisst, sind alte Bäume eine Leidenschaft von mir. Leider haben wir nicht mehr soviel Zeit um meine Bücher mit alten Bäumen zu schnappen und loszufahren um ihnen Ehrerbietung zu erweisen. Doch ab und zu finden wir auch so wunderschöne Exemplare. So auch diese alte Linde. Linden leben doch glatt nur in der Rinde weiter, wenn sie sonst auch schon hohl ist.

Gefunden in Wikipedia:

Die sagenumwobene, große Franzosenlinde, welche zur Gattung der Sommerlinde gehört, ist ein Naturdenkmal und beschäftigt schon seit Generationen die Gemüter der Menschen. So entstanden teils widersprüchliche Aussagen über Maße, Alter, Entwicklung und Begebenheiten. Die Linde ist völlig hohl und hat einen Umfang von 10 m und eine Höhe von 15 m. Der "Innendurchmesser" beträgt etwa 2 m. Der Baum soll 1124 von Otto von Bamberg gepflanzt worden sein. Mindestens ist sie aber über 500 Jahre alt. Der Legende nach sollen auch Napoleons Soldaten zwischen 1806 und 1815 in ihrem hohlen Stamm Bier ausgeschenkt und Wache bezogen haben.

















Kopiert aus Natursynphonie: 

Mythologie und Klang - Linde

Die Linde gilt seit alters her als Baum der Liebe und Harmonie, als Schutzbaum, der Familien oder ganzen Gemeinden Glück und Gesundheit bescheren sollte. In vielen europäischen Dörfern bildete sie das Zentrum, galt als Symbol für die Begegnung mit anderen Menschen und war wichtiger Kommunikationspunkt. Unter dem Dach ihrer weiten Krone fanden Feste, Trauungen und Versammlungen statt. „Unter den Linden pflegen wir zu singen, zu trinken, zu tanzen und fröhlich zu sein“, schrieb Martin Luther, denn die Linde ist uns ein Friedens- und Freudenbaum. Bei den Germanen war die Linde Freya, der Göttin der Fruchtbarkeit, Güte, Mütterlichkeit, Herzlichkeit und des immerwährenden Lebens geweiht und auch die Kelten sprachen ihr zu, die Wahrheit bei Rechtsstreitigkeiten ans Licht zu bringen und streitende Parteien zu versöhnen. Seit dieser Zeit gilt die Linde eben auch als „Rechtsbaum“, unter dem Gericht gehalten wurde. Diese Gerichtslinden standen meist auf öffentlichen Plätzen. Viele Urkunden belegen das "Gericht unter der Linde" durch Ausdrücke wie "gegeben unter der Linde" oder "unter der Linde vor der Kirch". Durch den süßen Duft der Lindenblüten sollten die Richter milde gestimmt werden, was nicht immer der Fall war. So war nicht selten üblich, dass der Angeklagte, um seine Unschuld zu beweisen, eine Linde umgekehrt einpflanzen musste. Grünte die Linde dann an der Wurzel, war seine Unschuld bewiesen. War dies nicht der Fall, wurde an den Ästen des Gerichtsbaumes so manches Mal das Urteil auch gleich vollstreckt. Insgesamt sollen Lindenurteile allerdings milder ausgefallen sein als Eichenurteile. Da der Linde sogar Kräfte zugesprochen wurden, Dämonen und Hexen abzuweisen, pflanzte man diesen Baum vielerorts in der Nähe von Bauerngehöften. Zur Zeit der Christianisierung, wurde aus vielen Freya – Linden die Marien – Linden. Trotz der Herrschaftswechsel zu den Römern und den Christen, hat der Glaube an diesen Baum allerdings trotzdem bei vielen Volksgruppen die Zeit überdauert. Die bekannte Linden - Sage ist aber wohl die von Siegfried. Siegfried, der den Lind(t)wurm (Drachen) „Fafnir“ unter einer Linde getötet hatte, badete danach im Drachenblut, wodurch seine Haut unverwundbar wurde und er Unsterblichkeit erhoffte. Dabei fiel ihm ein Lindenblatt zwischen die Schulterblätter. An diese Stelle gelangte kein Drachenblut und sein Herz blieb verwundbar. Diese Stelle wurde ihm zum Verhängnis, denn sein Widersacher Hagen setzte dort den Speer an, mit dem er Siegfried unter einer Linde tötete.




Bald weht wieder dieser betörende Lindenduft durch alle Straßen in der Stadt und über das Land. Überall wo ein Lindenbaum blüht, können wir die Bienen und Hummeln summen hören.

Dieses schöne Gedicht fand ich in der Sammlung *Lindengedichte -reime und -ferse*. Es ist nun nicht direkt die Franzosenlinde, doch besinnlich sind die Zeilen allemale! *Am Brunnen vor dem Tore* gefällt mir auch sehr gut, doch das kennt ja jeder.


Die Linde - von Christian Malkommes
Oft fühl ich mich einsam im Lärm meiner Stadt
zwischen Mauern und Herzen aus Stein,
wo kaum jemand Zeit für den anderen hat
und fast jeder lebt für sich allein.
Da wird über alles und jeden geklagt,
zu viel wird geredet, zu wenig gesagt -
eine Sehnsucht in mir wird unsagbar groß,
und meine Seele fliegt einfach los.

Dann schließ ich die Augen und sitze im Traum
auf der Bank vor dem Haus unterm Lindenbaum,
mein Herz ruht von Trubel der lauten Welt aus
und ist endlich wieder zu Haus!

Dann singt mir die Linde ihr uraltes Lied,
ihre Worte, die geh'n mir so nah:
" Ich habe noch jedes Jahr wieder geblüht,
was auch immer auf Erden geschah.

Der Duft meiner Blüten, mein lindgrünes Kleid
rührt die Herzen der Menschen seit ewiger Zeit!
Ich kann überall zu Hause sein,
auch zwischen Mauern aus Stein!

Und fühlst du dich einsam, dann denke daran,
dass mein Lied dich immer begleiten kann,
es fährt mit dir in die Welt hinaus
und es bringt dich wieder nach Haus!

Was für ein Baum ist das nun?

Diesen Post verlinke ich bei Ghislana von Jahreszeitenbriefe . Dort warten noch mehr interessante Beiträge über Bäume auf Euch. Ich...