Ich

Unsere Wahlheimat liegt am Stettiner Haff Nähe Anklam. Mein Mann und ich, hatten uns im Jahr 2013 ein altes Häuschen mit großem Garten gekauft. Dieses richten wir uns für unser Rentnerdasein her. Darauf freuen wir uns. Wenn es soweit ist, werden wir mit unseren beiden Cockerspanieldackelmischlingen dort fest hinziehen. Noch pendeln wir von unserer Übergangswohnung am Bogensee immer hin und her.
Ich liebe die Natur und handarbeite gern.

Donnerstag, 31. Juli 2014

12tel Blick Juli 2014 und die Hundstage

Mein 12tel Blick für Juli 2014. Bei Tabea gibt es jeden Monat viele andere  12tel Blicke.

Heuert, auch Heumond und Heumonat ist die altdeutsche Bezeichnung für den Sommermonat. Im Wort steckt "heuer", das heute noch in Süddeutschland und Österreich gebräuchlich ist. Heu spielt im Juli eine wichtige Rolle.

Auch hier auf den Wiesen wurde gemäht. Gott sei Dank, denn sonst hätte ich arge Schwierigkeiten gehabt, meinen Standpunkt zum Fotografieren einzunehmen. Für das vierte Foto ist es mir nicht gelungen genau dorthin zu gelangen. Brennnessel dicht wie im Dschungel und höher als ich gewachsen bin, versperrten mir den Platz.






Es ist so heiß * es ist so heiß * es ist so heiß. Das werden nun die Hundstage genannt. Dazu habe ich  Folgendes in den Bauernregeln gefunden: 
Die Hundstage vom 23.7. -24.8.

Mit Schatten suchenden Vierbeinern haben die Hundstage im Hochsommer nur indirekt zu tun: "Hundstage" ist die Bezeichnung für eine Schönwetterperiode, die nach dem Hundsstern Sirius, der Anfang August mit der Sonne auf- und untergeht, benannt wurde. Sie hat sich im Lauf der Jahrhunderte etwas verschoben, denn heute liegen sie meist schon in der Julimitte. Während des Zeitraums der Hundstage liegt in der Regel ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, welches sehr heißes Wetter mit sich bringt und sie zu den heißesten Tagen des Jahres macht.

Die Hundstage gehen bis auf das alte Ägypten im 2. Jahrtausend v. Chr. zurück und bezeichneten dort die "Rückkehr" des Fixsterns Sirius, Hauptstern im Sternbild Großer Hund, an den Morgenhimmel. Sie sind daher ursprünglich keine meteorologische Singularität, sondern ein astronomisches Ereignis. Nachdem Sirius zuvor wochenlang unsichtbar mit der Sonne am Tageshimmel stand, konnte er an den Ufern des Nils gegen Ende der ersten Julidekade erstmals in der sich erhebenden Morgendämmerung wieder erspäht werden. Das gleiche Ereignis wurde später von den Griechen als "heliakischer Aufgang" bezeichnet, was so viel wie "mit der Sonne" bedeutet.


Allgemein glaubt man, Sirius ist für die Hitze verantwortlich. Das ist aber ein Irrtum. Lediglich fällt der Aufgang des Sirius mit der Sonne zusammen. So erkannten bereits die alten Griechen klar, dass Sirius nicht die Ursache der sommerlichen Hitze ist, sondern dass der Hauptstern des Großen Hundes rein zufällig in der heißesten Jahreszeit mit der Sonne aufgeht. Die Dauer der Hundstage erklärt sich übrigens - damals wie heute - durch die Tatsache, dass vom ersten Auftauchen des Sirius in der Morgendämmerung bis zum vollständigen Erscheinen des gesamten Sternbilds rund ein Monat vergeht. Denn die meisten anderen Sterne des Großen Hunds werden zu diesem Zeitpunkt vom Licht der Sonne noch überstrahlt oder sind teils noch gar nicht aufgegangen. Erst rund ein Monat nach der Wiederkehr des Sirius ist der Abstand zwischen der Sonne und dem Sternbild in seiner Gesamtheit groß genug, dass auch alle Sterne des Großen Hunds, also auch die lichtschwächeren Hundssterne, am Morgenhimmel vor dem Sonnenaufgang sichtbar sind.
Heute erscheint Sirius am östlichen Morgenhimmel nicht mehr zeitgleich mit den nach ihm benannten Hitzetagen, sondern erst Ende August. Astronomen haben ausgerechnet, dass der heliakische Aufgang von Sirius in 10000 Jahren sogar erst im Januar sichtbar sein wird – astronomisch gesehen würden die »Hundstage« dann in den tiefsten Winter fallen.

Heute hatten wir angenehmes Wetter. Doch morgen steigen die Temperaturen wieder. Noch ein Blick auf unseren See. 
Also lasst es Euch gut gehen. Eure Lykka

Irgendwie schaffen wir die Hundstage auch.