Donnerstag, 30. Juni 2016

Neuer Zaun im 12telBlick Juni 2016

Am Tag der Aufnahme 17.06.2016 hatten wir 18 °C und viel Wasser vom Himmel.
Ich verlinke wie immer bei Tabea.
Zwölftelblick Juni 2016
Hier das Januar-Motiv zum Vergleich. Die Farbe Grün ist diesem Monat bei uns vorherrschend. Darunter noch Mal den Januar zur Ansicht.
Ich bin zur Zeit nicht in der Lage Hand anzulegen. Aber mein Schatz ist fleißig wie immer.
Schaut mal, sind die beiden Nachbars-Stuten nicht frech?! Die Zwei lachen doch meine bessere Hälfte glatt aus, wie er sich abquält. Er hatte gerade für die Pfähle die Hülsen in den Boden einbetoniert. Neugierig wie sie sind, leckten sie an dem frischen Beton. Deshalb die helle Schnute.
Rechts könnt ihr noch ein Stück vom asbach alten Zaun sehen.
Nachbarspferdemädchen lecken den frischen Beton
Ist nicht gerade gut zu erkennen, der Zaun hatte offensichtlich seine besten Zeiten hinter sich.
alter Zaun

So sieht das jetzt aus.



Zaunerneuerung 6/16

Schick, nicht wahr?! Wir haben uns für Eiche entschieden, damit es länger hält. Uns gefällt er richtig gut. Passt doch wunderbar zu dem alten Haus. 
Diese Erde ist voller Feldsteine. Hier ein Loch zu buddeln ist ein großes Stück Arbeit.
Nun noch ein paar Blümchenaufnahmen, die so gut wie, ohne Pflege, wachsen und gedeihen.
Grasnelke dahinter Lavendel
Sedum spathulifolium "Cape Blanco"
nesselblättrige Glockenblume 
Über die Unterpflanzung hier in der Fichtenecke, freue ich mich besonders. Was hatte ich nicht schon alles versucht! Ohne Erfolg. Nun hat es geklappt. Die Erde ist hier trocken.
Pupurglöckchen / kaukasisches Vergissmeinnicht 
Kletterrose am Zwinger
Kletterrose am Schuppen
Kletterrose am Schuppen
Lein
Eisenkraut
Kletterrose an Pergola
Die Lilienblüte werde ich wohl nicht sehen können. Wenn wir das nächste Mal hinkommen, wird sie nicht mehr blühen. 
neue Lilie bei den Tageslilien 
kleiner Fuchs auf Katzenminze
Kletterrose am Haus
Clematis am Haus
Kletterrose am Birnbaum
Die Indiandernessel wird das erste Mal blühen. Ob ich die Blüte noch sehen werde?
Indianernessel
Die Ringelblume mag ich sehr. Besonders die orange Farbigen.
Ringelblume
Beetrose
Heute werde ich 60 Jahre alt. Meine Feier findet erst nächstes Jahr statt.
Die zweite Chemo musste auf Grund meiner Befindlichkeit verschoben werden.

Lasst es Euch gut gehen! Bleibt gesund (oder werdet)!
Eure Lykka!



Montag, 27. Juni 2016

Mein Freund der Baum: Robiniengruppe

"Hunderunde" ein Wort was wir kaum aussprechen dürfen, dann stehen unsere Zwei vor der Tür und laufen von dort zu uns und zurück. Kabbeln miteinander. Beißen sich in die Ohren und Beine (sachte). Bis wir sie dann anschnallen.

Auf diesen Runden sehe ich mir immer die Bäume und die Umgebung an. Was wächst schon? Was hat sich verändert? Wie ist die Gestalt der Bäume? Warum sind sie so gewachsen und nicht anders? Wie alt werden sie wohl sein? Was werden sie schon gesehen haben. Ob hier immer Wald war? Usw.
Ihr Wuchs lässt mich gedanklich so manches mal ins Märchen und Sagenreich streifen.
Auf so einer Runde nun entdeckte ich diese Robiniengruppe. Sind sie nicht wunderbar? Es war Februar, sie sind so mit Moosen und Flechten bewachsen, das sie richtig samtig aussehen. 








Die Rinde der Robinie ist längst tief strukturiert. Beim Schreiben hatte ich mich gefragt: Wie heißt das denn nun richtig Borke oder Rinde? Also ich habe das so verstanden: Die Borke ist nur die äußerste Schicht. Die Rinde besteht aus Kadmium, Bast und Borke. Also was wir sehen ist zu meist nur die Borke. Ist doch auch mal interessant. 


Robinienholz neigt zu diesem verdrehten, wirbeligen und knolligen Wuchs. Wunderschön anzusehen. Doch nicht richtig. Es sind Maserknollen, die durch ein Bakterium ausgelöst werden, so kommt es zu einem vermehrten Auswuchs. Wer will liest hier dazu.




Mein Schätzchen wartet geduldig auf mich beim Fotografieren.
Schaut doch Mal dieser verdrehte Wuchs der abgestorbenen Äste.



Dies Gestalt der Robinien fasziniert mich ungemein.


Ich habe hier ein schönes Märchen gefunden, dass ich Euch erzählen möchte.


"Märchen von meinem Freund Baum"
von Sabine Jacobs

Es war einmal eine Frau, die gern in nahen Wald spazieren ging.
Aufmerksam besah sie sich am Wegesrand, was dort, oft halb
verborgen, grünte und blühte. Auch folgten ihre Augen prüfend
manchem Baumstamm bis in die Krone.

Da entdeckte sie eines Tages einen recht alten Baum. Er stand mitten
zwischen anderen alten und jungen Bäumen. Dieser hatte es ihr
irgendwie besonders angetan. Er zog sie magisch an. Sie hatte sein
Ächzen im Winde vernommen wie einen sonderbar zum Herzen
greifender Ruf. Und sie folgte ihm.

Der alte Baum war nun öfters ihr Ziel, wenn sie zum Wald hinauflief.
Immer wenn sie fortan unter den Menschen Sorgen hatte, eilte sie zu
ihm, stellte sich unter seine Äste, klopfte sacht an seine Rinde und
flüsterte ihm ihre Nöte zu. Einige seiner Zweige hatten weiche lange
herunterhängende Triebe entwickelt, die dann im Winde wie zarte Hände
tröstlich den Körper der Frau streiften.

Im Laufe der Zeit war schon mancher Sturm über den Baum
hinweggebraust. Davon erzählten manche zersplitterten Äste hoch oben
in seiner Krone. Auch war der eine oder andere Ast abgestorben und
kahl. Früchte brachte er kaum noch hervor. Seine Rinde haftete zum Teil
nur noch lose am Stamm. Sie war recht fleckig geworden. Aber noch in
jedem Frühling entsprossen dem Baum neue Triebe und Blätter. An
heißen Sommertagen breitete das Laub genügend Schatten über die
Frau, wenn sie, von ihrem Lauf erhitzt, bei ihrem Lieblingsbaum ankam.

Die Frau hatte es nun bei ihren Spaziergängen zur lieben
Gewohnheit gemacht, einige Zeit an den Stamm ihres alten Freundes
gelehnt, dort zu verweilen. Aber sie flüsterte ihm nicht nur ihr eigenes
Leid zu, sondern lauschte auch in ihn hinein. Auch er hatte ihr etwas
zuzuraunen. Sein Ächzen war in letzter Zeit stärker geworden, so das
die Frau eine gewisse Sorge um ihren Baum befiel. Ängstlich musterte
sie ihn jedes Mal bis in seine Krone hinauf. Er war nun schon einige
Jahre Gefährte am Wegesrand bei ihren Spaziergängen. Heimlich und
unausgesprochen wuchs in ihr der Wunsch nach etwas Bleibendem, das
Bestand haben würde über sein irdisches Dasein hinaus. Sie hätte gern
ein Zeichen der Unvergänglichkeit ihrer Freundschaft.

Eines schönen Frühlingstages lenkte die Frau wieder einmal in der
Frühe ihre Schritte zum Baum, umfing seufzend seinen Stamm mit ihren
Armen, lehnte den Kopf daran und sehnte sich nach einem Zeichen. Und
siehe da, der alte Freund verspürte ihren Wunsch. Er wickelte das Ende
seiner langen Triebe, die im Winde um die Frau herum schaukelten,
um ihr Handgelenk. Als sie sich sanft von dem hakelnden Trieb
befreien wollte, riss er ab und blieb fest wie ein Armband haften.
Aber was war das? Er strahlte wie pures Gold und die winzigen Knöspchen
daran wie dunkelrote Edelsteine. Da füllte sich das Herz der Frau mit
großer Freude. Sie fühlte sich nun auf immer mit ihrem Freund,
dem Baum, verbunden, auch wenn ihn vielleicht schon der nächste Sturm
fällen würde. Sie ging getrost nach Hause.

Schön. Ich mag dieses Märchen und werde es weitererzählen.

Diese Runde war lang. Schließlich hatte es auch noch geregnet. Das heißt also abtrocknen. Festus genießt es. Ronja mag das überhaupt nicht.


Ich verlinke wieder bei Ghislana
Lasst es Euch gut gehen!
Bleibt gesund (oder werdet)!
Eure Lykka

Sonntag, 5. Juni 2016

12tel Blick Mai 2016 Gartengang durch die Blütenfülle

Der 12tel Blick Mai 2016 wollte schon längst gezeigt werden. Aber dann ...
Die Aufnahme entstand am 23.5.16. Es war 18°C warm. Etwas windig und es gab ein paar Nieseltropfen. Den Blick habe ich etwas verschoben, damit noch ein Stück Haus zu sehen ist. Dafür könnt Ihr jetzt im Vordergrund auch die Johannisbeersträucher sehen.
Diesen Post verlinke ich wie immer bei Tabea. Manchmal könnt Ihr dort schon über 100 Teilnehmer bewundern.


Unser Garten befindet sich gerade in einem Zustand der Farb- und Dufteuphorie. Noch Frühling oder doch schon Sommer. Alle Knospen springen so schnell auf und verblühen rasch. Könnt ich doch den Duft oder die Farben in Gläsern festhalten. Der Monat Mai prahlt doch mit seiner Fülle geradezu.


Der Garten lädt ein zum Träumen.
Die Akeleien sehen aus, als hätten sie Harlekinmützen auf. Dabei wirken sie so zart. Davon kann ich kaum genug bekommen.




Die Alliumköpfchen wiegen sich mit der Katzenminze in einer leichten Brise. Leider konnte ich die Farben nicht wirklich gut einfangen. Sie sind leuchtender.



So hübsch der Lein ist, so vergänglich ist er.



Die Lupine wird jetzt bunt. Voriges Jahr noch,  war sie nur rosa.


Das Hummelchen trägt an den Beinen soviel Pollen, dass ich meinte, gleich plumst sie runter.


Ich hatte Angst, dass ich die geöffnete Blüte der Baumpäonie verpasse.


Nun das hat also noch geklappt.




Die Stockrosen sind noch zögerlich. Einige Pflanzen sind total weg. Woran das wohl liegt. Eigentlich wuchern sie doch. Dieses Jahr also nicht.


Sie fühlt sich wohl bei uns. Voriges Jahr war die Clematis plötzlich da. Ich hatte sie nicht gepflanzt.



Diese wunderschöne dunkellila farbige Clematis (oben auf dem Dachboden durchgewachsen) muss vom Haus weg. Nun ist das aber furchtbar sehr schade. Am  Haus direkt darf später nichts wachsen. Ob ich die wohl irgendwie umpflanzen kann?  (Keine Sorge das wird dort oben noch alles neu gemacht.)



Dankbare Pflänzchen sind die Storchenschnäbel. Sie blühen so hübsch wie lange und benötigen kein ständiges Bemuttern.
Überhaupt muss unser Garten sowieso so gut wie immer mit sich alleine klar kommen.






Dieser Strauch, von dem ich immer dachte, er wäre eine Kolkwizie, blüht überreich. Seine Blüten changieren wie Perlmutt. Doch bin ich mir nicht mehr so sicher, wenn ich mit anderen Bildern vergleiche.



Diese einfache Rose, hat wie wir ordentlich Baustaub abbekommen. Es war die Einzigste bisher. 


Am Dienstag beginnt meine Chemo. 24 Wochen lang. Danach etwas Pause. Dann Bestrahlung.
Der Port wurde mir bereits gesetzt.

Lasst es Euch gut gehen und bleibt gesund (oder werdet)!
Bis bald!
Eure Lykka